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Drüggelter Kapelle

Drüggelter Kapelle

Am Pfingsttag des Jahres 1217 trafen sich bei der Drüggelter Kapelle  an der Möhne mehrere Ritter, um gemeinsam zum Kreuzzug ins Heilige Land aufzubrechen. Welche Ritter dort aufbrachen, ob sie im Heiligen Land ankamen und ob sie das Sauerland jemals wieder erblickt haben- alle diese Fragen müssen leider unbeantwortet bleiben. Die früheste schriftliche Erwähnung der Kapelle ist jenes Treffen am Pfingsttag des Jahres 1217. Dabei herrscht Einigkeit, dass die Kirche schon im Jahr 1150 entstanden ist. Das Entstehungsdatum ist jedoch die einzige Gemeinsamkeit in den vielfältigen Überlegungen über ihren Ursprung. Was hat es mit dieser Kapelle auf sich, die anders als alle mittelalterlichen Kirchen, einen zwölfeckigen Zentralbau aufweist? Mag ihre Geschichte im Dunkeln verbleiben, enthüllt sich im Zentrum zwischen den auffälligen Säulen eine Ortsqualität der besonderen Art. Hier, in der Ausgewogenheit der Kräfte, ist die Zeit stehen geblieben. Himmel und Erde sind in gleicher Weise präsent. Ein Ort, der dem Besucher durch seine tätige Stille neue Dimensionen eröffnet. Die Mystik des Ortes legt eine Nutzung außerhalb christlicher Traditonen nahe und ermöglicht auch heute noch tiefe Einheitserfahrungen. Die Kapelle ist in der Regel für Besucher geöffnet.

„… Und mitten am Thron und um den Thron herum vier himmlische Gestalten voll Augen vorne und hinten. Und die erste Gestalt war gleich einem Löwen, und die zweite Gestalt war gleich einem Stier, und die dritte hatte ein Antlitz wie ein Mensch und die vierte Gestalt war gleich einem fliegenden Adler. Und eine jegliche der vier Gestalten hatte sechs Flügel und sie waren außenherum und inwendig voll Augen und sprachen: Heilig, heilig, heilig ist Gott, der Herr, der Allmächtige, der da war und der da ist und der da kommt!“ (Offenbarung 4, 1-9)

Die vier heiligen Tiere in der Offenbarung symbolisieren die Urmaterie, welche die Wurzeln der vier Elemente bilden. Der Stier steht für die Erde, der Mensch für die Luft, der Adler für das Wasser und der Löwe für das Feuer. Die vier heiligen Tiere sind Manifestationen des Absoluten, des ansonsten unfassbaren göttlichen Wesens. Die Manifestation Gottes ist die Materie, die er aus sich selbst hervorgebracht hat, denn die Materie ist göttlichen Ursprungs und auf dieser Stufe der Reinheit und Feinstofflichkeit ist sie nicht zu erkennen, unbegreiflich, denn sie ist eins mit dem Geist. Die vier heiligen Tiere stellen somit die Prinzipien der vier Elemente dar, sie sind in ihrer Reinform jedoch nicht mit den verdichteten Elementen zu verwechseln, welche wir auf der Erde finden. Die Engel der vier Elemente, die Seraphin, sind die höchsten in der Engelshierarchie und menschlichen Wesen nur äußerst selten zugänglich.

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  • Kategorie:
  • Adresse: Drüggelter Weg, 59519 Möhnesee
  • Koordinaten: L: 8.097586099999944, B: 51.4918783