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Vinnum

Vinnum

Natura non facit saltus?

L: 7.410749600000001
B: 51.6609405

„Die Natur macht keine Sprünge.“ So haben wir das vielleicht noch in der Schule gelernt. Als Menschen erkennen wir Wachstums- und Alterungsprozesse nur dann, wenn eine erhebliche Veränderung sichtbar geworden ist- für unsere Wahrnehmung geschieht dies scheinbar über Nacht.

Doch die Natur selbst kennt solch sprunghafte Entwicklungspozesse nicht. Veränderungen geschehen gleitend, wie Schwingungen von einer Harmonie in die nächste übergehen. Unüberhörbar ist die Veränderung, doch wann Altes verklungen und Neues hörbar wurde, ist letzlich nicht exakt auszumachen.

In der Natur finden wir die perfekte Harmonie, den Einklang aller Dinge. Die hintergründigen Vorgänge dieser komplexen Prozesse sind für das menschliche Auge nicht sichtbar und für das menschliche Ohr nicht vernehmbar. Wachstum ist von zahlreichen Faktoren abhängig, sichtbaren wie unsichtbaren.

Der Ursprung aller Dinge ist ein ausreichendes Maß an Energie. Wo Energie einströmt, fühlen wir uns belebt, wo sie abfließt, können wir uns entspannen oder langfristig eine Schwächung unseres Organismus erfahren. Immer wieder finden wir Orte, die ihr ganzes Umfeld mit Kraft und Energie versorgen. Nur wenige ausgewählte Energiepunkte wurden bebaut und kultisch/religiös genutzt.  Dabei wurden Energiepunkte mit einer linksdrehenden/weiblichen Energie meist als Versammlungsplatz oder zum Bau von Kirchen ausgewählt, da Austausch und Begegnung dem weiblichen Prinzip entsprechen.  Unbebaut erscheinen uns die meisten dieser Energiepunkte jedoch ausgesprochen gewöhnlich und unspektakulär.

Nahe dem Lippeufer bei Vinnum befindet sich ein Kreis von Linden, der eine starke Kraft verströmt. Der Kreis grenzt unmittelbar an die dortigen Ackerflächen. Vor der Vinnumer Brücke in Richtung Vinnum schlägt man den am Feld gelegenen Trampelpfad nach rechts ein und folgt dem Pfad. Nach einigen hundert Metern erreicht man den Ort. Der Platz ist verwildert, Sitzgelegenheiten sind nicht vorhanden. Die Energie ist rechtsdrehend/männlich und stark aktivierend. Wer ungestört auftanken will, ist hier genau richtig.

Im Umfeld des Lindenkreises befinden sich mehrere alte Buchen. Die älteste von ihnen hat einen Umfang von ca. 7,5 Metern und ist 25 Meter hoch. Sie soll der stärkste Baum in NRW sein.

 

Bewegungslos war ich.

Baum mitten im Wald

Und wusste die Wahrheit

nie gesehener Dinge.

Ezra Pound- The Tree

 

 

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Schlosspark Türnich

Schlosspark Türnich

Brot und Rosen

L: 6.7393036
B: 50.86534349999999

„Du brauchst aus deinem Leben kein Programm zu machen.

Du bist wandelbar. Sieh das Jetzt und das Heute. Verändere, was du kannst.

Überlasse Gott, was du nicht verändern kannst.“ Elisabeth von Thüringen

Vermutlich gehört die Vorstellung, dass der Mensch die Natur auf Dauer zerstören könnte, zu den größten Irrtümern der aktuellen Menschheitsgeschichte. Wesentlich irriger ist jedoch die Vorstellung, dass der Mensch in der Lage sei, die Natur zu heilen. Wäre dies der Fall, wäre nichts Großartiges, nichts Göttliches in der Natur zu finden. Die Natur ist ein perfekt aufeinander abgestimmtes System, in dem alles zum Wohle aller miteinander kommuniziert und in Verbindung steht.

Jeder Ort hat eine eigene Bewusstheit und diese folgt zu jeder Zeit dem Wohl und dem Willen des großen Ganzen. Was könnte also besonders sein an einem Schlosspark unweit von Köln? Der Schlosspark Türnich ist ein ehemaliger Kraftort, dessen Reiz gerade darin liegt, dass die einst starken Naturkräfte diesen Ort schon längst verlassen haben. Zurück bleibt das, was Mensch und Natur einst gemeinsam erschaffen haben- eine entweihte Kathedrale, die nach einer neuen Gestaltung und Möglichkeiten ihrer Nutzung sucht.

Die Pflege dieses Ortes als Heiligtum oder Kuturort ist erforderlich. Andernfalls besteht die Gefahr, dass sich der Ort zu einem energetischen Vakuum entwickelt, der die Kräfte seiner Umgebung raubt und zu erheblichen energetischen Dysbalancen beitragen kann.

Zum Glück gibt es ein großes Engagement zur lebendigen Neugestaltung dieses Parks. Er bietet ausreichend Freiraum für gestalterische Möglichkeiten. Seine zahlreichen Besucher bringen die ehemalige Lebendigkeit zurück. Wird ein solcher Kraftort einer zeitgemäßen Nutzung und Pflege zuteil, kann er das Energienieveau der gesamten Umgebung erhöhen. Die hier lebenden Menschen werden unweigerlich von der Kraft dieses Ortes profitieren.

 

Die Lindenallee aus 111 Linden bildet das Dach einer natürlichen gothischen Kathedrale, wie unsere Vorfahren diese noch kannten. Gothische Kirchen sind letztlich versteinerte Wälder, der Versuch einer Ermöglichung der ehemals erlebbaren Gotteserfahrung in natürlichen Hainen oder Wäldern.

Die Quersumme der Zahl 111 steht symbolisch für die Dreieinigkeit. Sie steht zugleich für die Zahl 12 und für alle damit verbundenen Symboliken, insbesondere für den Tierkreis sowie als Sinnbild für die vollkommene Gemeinschaft.

Von der Lindenallee gelangt man zum Lindenkranz, eine im Kreis gestaltete Anpflanzung von 7 Linden. Die Zahl 7 steht für das Leben in der Welt, die Schöpfungs- und Wochentage sowie für die Anzahl der ehemals bekannten Planeten.

Die 7 steht zudem für 4+3. Die vier steht dabei u.a. für die vier Himmelsrichtungen, die vier Elemente und damit für alle materiellen Dinge, einschließlich des Körpers. Die Zahl 4 wird auch durch das Kreuz symbolisiert und ist damit immer ein Symbol für das menschliche Leben. Während die Zahl drei für die dreifaltige Natur der Seele steht, die nach dem Vorbild des dreifaltigen Gott geschaffen ist.

Vier der kreisbildenden Bäume des Lindenkranzes weisen eine Zwieselung auf, das heißt, sie bilden in einer gewissen Höhe einen Doppelstamm. Zählt man die Baumstämme unter Hinzurechnung der Zwieselungen, ergibt sich die Zahl 11. Die Zahl 11 ist die Zahl des (individuellen) menschlichen Lebens, da der Mensch allein die Zahl 12 im Sinne der vollkommenen Gemeinschaft nicht erreichen kann.

Die perfekte Kreisschließung des Kranzes zum Himmel hin macht diesen Ort bis  heute zum perfekten Seelentor.

 

 

Schräg gegenüber vom

Lindenkranz befindet sich ein neu angelegtes Labyrinth nach kretischem Vorbild. Sein Zentrum bildet eine Kiefer, die im gleichen Abstand von zwei weiteren ca. gleich alten Kiefern steht. Erneut wiederholt sich hier die Symbolik der Dreifaltigkeit.

Das Labyrinth ist ein altes Schutzsymbol, das in zahlreichen Kulturen bekannt ist. Erst nach langen Wegen der Läuterung kann der Suchende sich im Innern mit dem Göttlichen verbinden. Dies dient seinem Schutz sowie der Reinhaltung der Mitte. Auf seinem Rückweg bringt der Erwachte den Menschen seine Erkenntisse als Licht und Lehre mit, damit diese auf ihrem Weg schneller voranschreiten können.

Die eindrucksvolle Kapelle des Schlosses ist der heiligen Elisabeth von Thüringen geweiht. Diese war für ihre Mildtätigkeit bekannt und vor allem für die Tatsache, dass sie regelmäßig Brot zu den Armen der Stadt brachte. Glaubt man der Legende, soll diese Verteilungsmentalität ihrer Familie ein Dorn im Auge gewesen sein. Als man sie auf frischer Tat ertappt zu haben glaubte, sollte sie ihren Brotkorb öffnen. Doch statt des Brotes war der Korb voller Rosen.

Wunder und Geheimnisse sind letzlich nichts unerklärbares. Es sind lediglich Vorgänge, die wir noch nicht verstehen und denen wir daher keinen Einlass in die Wirklichkeit unseres Denkens erlauben.  Tatsächlich sind sie immer das schlüssige Ergebnis von gelebter Liebe.

 

 

 

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Kirchlinde in Reelkirchen
L: 9.0280255
B: 51.914697

Kirchlinde in Reelkirchen

 

„Ich habe vieles über das Leben gelernt, aber das Wertvollste war: Es geht weiter.“ (Brigitte Bardot)

 

Die Kirchlinde in Reelkirchen ist ein öffentlich zugängliches Naturdenkmal im Kreis Lippe. Die Sommerlinde hat einen Umfang von ungefähr 8 Metern.

Es ist anzunehmen, dass die Pflanzung mit dem Kirchbau der evangelischen Kirche Reelkirchen zusammenfiel. Linden wurden gerne an Plätzen gepflanzt, wo die Geselligkeit gepflegt wurde, wo Feste und Zeremonien begangen wurden. Die Linde hat zudem einen besonderen Bezug zur Heimat, dem Gefühl der Verwurzelung, weshalb viele Städte, aber auch Hotels und Gasthöfe den Namen der Linde führen.

Bei den Germanen war die Linde der Göttin Freya geweiht. Freya-Linden galten ganz allgemein als Sitz der guten Geister. Doch auch vor ihnen machte die Christianisierung nicht halt- die Freya-Linden wurden in Marienlinden „umgewidment“. Marienlinden und die sog. Apostellinden sind die letzten Baumheiligtümer in Deutschland. Die Pflanzung der Linde dürfte somit nicht auf einer zufälligen Wahl beruht haben.

Der Baum mit seinen ursprünglich 7 Armen galt zudem als Symbol des Zusammenhalts von 7 Dörfern. Seine Äste zeigten in Richtung Istrup, Höntrup, Herrentrup, Wellentrup, Tintrup, Siebenhöfen und Maspe. Heute existieren nur noch drei waagerechte Äste.

Die Kirche wird im Jahre 1231 erstmals urkundlich als „Papstkirche“ erwähnt. Zu dieser Zeit war sie eine bedeutende Dorfkirche. Reelkirchen gehört nach seiner Eingemeindung im Jahre 1970 zu den 19 Ortschaften der Stadt Blomberg.

Heute ist es ein stiller Ort. Das Kirchenareal mit dem alten Baumriesen hat Frieden mit seiner Vergangenheit gefunden. Lässt man sich auf den Frieden ein, zeigt der Ort bereitwillig Bilder seiner Vergangenheit. Ein Ort, der mühelos die Zeit aufhebt.

Das Kirchenareal ist ganzjährig frei zugänglich. Die Kirche ist während der Wintermonate geschlossen.

 

 

 

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„Herr, wohin sollen wir gehen?“ (Joh. 6,68)

Kevelaer ist einer der bedeutsamsten Marienwallfahrtsort in Europa. Der beschauliche Ort am Niederrhein ist umhüllt von der wunderbaren Energie Mariens. Ein Besuch des Ortes wirkt lange nach, schenkt Kraft und Zuversicht. Die Gottesmutter wird hier von ca. einer Millionen Pilger jährlich als „Trösterin der Betrübten“ verehrt. Wer zum Wallfahrtsort kommt, um sie zu erblicken, den verliert sie nicht mehr aus den Augen. Kevelaer ist ein Ort wahrhafter Begegnung.

Die Entstehungsgeschichte des Wallfahrtsortes reicht weit zurück:

Um die Weihnachtszeit des Jahres 1641 hörte ein schlichter Handelsmann namens Hendrick Busman dreimal den geheimnisvollen Anruf: „An dieser Stelle sollst du mir ein Kapellchen bauen!“

Busman betete gerade auf seinem täglichen Weg von Weeze nach Geldern vor einem Hagelkreuz, das an einer Wegkreuzung nahe bei Kevelaer stand. Hendrick Busman war arm, dennoch führte er diesen Auftrag aus.

„Ich bin weitergegangen und habe jene Stimme mir für dieses erste Mal aus dem Sinn geschlagen. Sieben oder acht Tage nachher ging ich wieder desselben Weges und hörte auf der nämlichen Stelle zum zweiten Mal die vorbemerkte Stimme und dieselben Worte. Ich hörte diese Worte, welche von der Seite des Hagelkreuzes kamen, klar und deutlich.

Dadurch wurde ich in großes Leidwesen versetzt, indem ich meine geringen Mittel und Verhältnisse erwog (…). Nichtsdestoweniger lastete die Aufgabe auf mir, und deshalb wollte ich aus meinem geringen Verdienste täglich eine Ersparnis machen (…) zur Erbauung des Heiligenhäuschens (…).

Hiernach geschah es einen Monat vor Pfingsten, dass meine genannte Hausfrau Mechel in einer Erscheinung bei Nacht ein großes glänzendes Licht sah mit der Vorstellung eines Heiligenhäuschens und in diesem ein Bildchen der Art, wie sie solche einige Zeit zuvor in der Hand zweier Soldaten bemerkt hatte.“

Mechel erbat sich eins der Bildchen. Das Gnadenbild ist bis heute dasselbe geblieben. Es wurde am 1. Juni 1642 vom Ortspfarrer in den Bildstock eingestellt und wird heute in der sechseckigen Gnadenkapelle aufbewahrt, die später errichtet wurde. Wer von ausserhalb der Kapelle auf das Gnadenbild blickt, kann sich selbst wie in einem Spiegel betrachten.

„Wir sind im Bild, wenn wir dich sehn im Gnadenbild Maria. Lass uns in deinem Schatten stehn am Gnadenort, Maria.“ (Wilhelm Willms, 1976)

Kevelaer etablierte sich schnell als Pilgerort. Bereits in den Jahren 1643 bis 1645 wurde in direkter Nachbarschaft zum Bildstock die erste Wallfahrtskirche, die heutige Kerzenkapelle, erbaut. 1647 – nur fünf Jahre nach dem Einsetzen des Gnadenbildes in den Bildstock – erhielt Kevelaer die offizielle Anerkennung als Wallfahrtsort.

 

 

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L: 6.817542399999979
B: 51.6098161

Teufelsteine im Hünxer Wald

 

Glauben wir der Sage, wohnte der Teufel mit seiner Großmutter in den Tester Bergen jenseits der Lippe. Die schnelle Christianisierung der Gegend war beiden ein Graus. Ärgerlich schleuderte der Teufel mehrere Felsbrocken auf die Kirchen. Dabei verfehlte er sein Ziel und die Steine landeten im Hünxer Wald. Nur ein Stein hat die evangelische Dorfkirche in Hünxe getroffen, wo er noch heute liegt.

Erforscht man die Folgen der beginnenden Christianisierung trifft man immer wieder auf vermeintlich „teuflische Orte“ und Hinterlassenschaften teuflischen Ursprungs. Hinter Ortschaften mit diesem Namenszusatz verbergen sich meist germanische Kultstätten, die im Zuge der fortschreitenden Christianisierung schnell in Vergessenheit gerieten. Als ehemalige Kulturorte wurden sie nicht weiter gepflegt und verfielen in einen Dämmerzustand. Ratlos stehen Spaziergänger heute vor der kleinen Anhäufung von Steinen, über die ein Hinweisschild lediglich zu berichten weiss, dass es sich bei ihnen um zehn Millionen Jahre alte Tertiärquarze handelt, die durch Verkiesung des Sandbodens entstanden sind.

Bedenkt man die Nähe der Teufelsteine zum benachbarten Kürbaum, ist dieser Hinweis ausgesprochen sparsam. Der Erzählung nach war der Platz um den Baum einst eine besondere Versammlungs- und Wahlstätte unserer Vorfahren. Den Germanen waren Bäume heilig, in ihren Kronen vermuteten sie Donar, den Hüter über Blitz und Donner.

Der Sage nach wollte ein Mönch den Hünxern diesen Glauben austreiben. Der Mönch bat Gott darum, das Naturheiligtum zu zerstören. Kurz darauf soll ein Blitz den „Heidenbaum“ zerschmettert haben. Das ehemalige Naturheiligtum war eine uralte Eiche, die mit einer Buche zusammengewachsen war. Tatsächlich starb diese Eiche 1937 an Altersschwäche. An ihrer Stelle steht heute eine Blutbuche.

Die Verbindung dieser Baumarten muss für unsere Vorfahren eine Besonderheit dargestellt haben. Die Buche ist ein saturnischer Baum, der hohe spirituelle Einsichten und Visionen vermitteln kann. Neben den Planeten Neptun und Uranus gehört der Saturn zu den sog. kollektiven Planeten, die mit der Sphäre des Göttlichen verbunden sind und weit über das persönliche Einzelschicksal hinausweisen. Mit Runen aus Buchenholz konnten weissagende Männer und Frauen Botschaften des Göttlichen vernehmen. Buchenhaine waren die Kathedralen unserer Vorfahren.

Die Eiche verfügt über eine stark ordnende und strukturierende Kraft. Eichen waren beliebte Gerichtsstätten. Unter ihnen ordnete man zudem auch die allgemeineren Angelegenheiten der Gemeinschaft, was sich später in Stammtischriten an Tischen aus Eichenholz verlagerte.

Die neuzeitliche Pflanzung der Blutbuche ist eher als Denkmal für das einstige Baumheiligtum zu verstehen. Baumheiligtümer leben von den feinstofflichen Baumwesen, die sehr stark mit der örtlichen Gemeinschaft verbunden sind. Sterben diese Bäume, verlassen auch die Baumwesen den Ort.

 

 

Die Hünxer Teufelsteine sind jedoch bis heute ein starker Kraftort. Der Ort befreit Kopf und Herz, vermutlich zur inneren Vorbereitung auf anstehende Wahlen und Abstimmungen unserer Ahnen am nahegelegenen Kürbaum. Über seine konkrete Nutzung können wir nur spekulieren und uns die Zeit nehmen, diesen Ort innerlich zu erfassen. Wer seine Wahrnehmung schulen möchte, findet hier einen geeigneten Platz. Fehlende optische Reize erleichtern die Innenschau. Die starke Kraft des Ortes lässt niemanden leer ausgehen.

Vom Wanderparkplatz Wilhelmstr./Ecke Hoher Wardweg gehen Sie gut hundert Meter die Straße hinab. Auf der rechten Seite erreichen Sie das Schild Kürbaum/Teufelsteine. Sie folgen dem Waldweg und biegen nach links ab zu den Teufelsteinen, die sich in unmittelbarer Nähe zur Schutzhütte befinden. Zum Kürbaum gelangen Sie, wenn Sie dem Hauptweg weiter folgen.

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Birgelener Pützchen- Dem Leben neu vertrauen
L: 6.156630299999961
B: 51.11204610000001

Alles möcht ich Dir erzählen,

alle Sorgen, die mich quälen,

alle Zweifel, alle Fragen,

möcht ich Mutter, zu dir tragen.

 

Wege, die ich selbst nicht kenne,

liebe Namen, die ich nenne,

Schuld, die ich mir aufgeladen,

andern zugefügten Schaden.

 

Ärgernis, so ich gegeben,

all mein Wollen, all mein Streben,

mein Beraten, mein Verwalten,

mein Vergessen, mein Behalten.

 

Mein Begehren, mein Verzichten,

und mein Schweigen und mein Richten,

alle kleinen Kleinigkeiten,

die so oft mir Müh bereiten.

 

Jedes Lassen, jede Tat,

Mutter, dir, vom guten Rat,

leg ich alles in die Hände,

du führst es zum rechten Ende.

 

Die Kapelle „Birgelener Pützchen“ ist eine uralte Wallfahrtskapelle im Birgeler Urwald. Die von Bäumen umringte Kapelle war bereits im 16. Jahrhundert das Ziel von Pilgerreisen. Die Pilger vertrauten auf die heilenden Kräfte des Willibrordus-Brunnen, der sich heute neben der Kapelle befindet.

Willibrordus (658-739 n. Chr.) brachte den christlichen Glauben an den Niederrhein. Gemäß der Legende bohrte er mit seinem Bischofsstab in den Boden, woraufhin die Quelle entsprang. Hier wurden die ersten Christen am Niederrhein getauft. Dem Wasser der Willibrordus- Quelle werden bis heute heilende Kräfte nachgesagt.

Wer den 14 Kilometer langen Wanderweg „Birgeler Urwald“ folgt, kommt am Birgelener Pützchen automatisch vorbei.

https://www.wanderwege-nrw.de/wandern-in-nrw/niederrhein/wandern-im-birgeler-urwald.php

Wer den langen Weg scheut, findet am Ortsrand von Birgelen ausreichende Parkmöglichkeiten, um das Birgelener Pützchen direkt zu erreichen. Das Birgelener Pützchen ist ein belebter Wallfahrtsort,

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Die Hehner Grotten

Die Hehner Grotten

14 Helfer in der Not

L: 6.3729743999999755
B: 51.1800728

„Die Mythen sind zeitlos, sie vermögen immer wieder in unsere Zeit einzubrechen oder sich aus ihr zurückzuziehen. Ob sie etwas bedeuten, liegt außerhalb ihrer Glaubwürdigkeit oder gar ihrer Existenz, es liegt daran, ob wir uns noch in ihnen wiederfinden oder nicht.“

 

Ängste, Krankheiten, Nöte sowie ausweglose Situationen gehören zum Leben. Aus diesem Grund existierten schon immer Orte, an denen Menschen Trost und Hilfe fanden; die Wallfahrtsorte. Eine Wallfahrt ist weit mehr als nur eine schöne Tradition. Es ist die erste Bewegung aus einer oft traumatisierenden Erstarrung, die Hinwendung zu etwas, was meine Wunden zu heilen vermag, der Aufbruch zu neuen Inhalten und Kräften. Wallfahrtsorte existieren in allen Kulturen und Religionen.

Im Mittelalter entstand die Gruppe der 14 Nothelfer. Diese verkörpern archetypische Nöte, die in jedem Zeitalter bestehen. Die „Hehner Nothelfer“ sind symbolreich und farbenfroh ausgestattet. Ihre Legenden erlauben es uns, die eigenen Krankheiten ohne Angst und Schuldgefühle anzusehen. Die Nothelfer sind Spiegel des eigenen Leidens und zugleich Repräsentanten des Heilsweges. Sie stärken die Hoffnung in uns, dass Gott auch unsere ganz persönlichen Wunden heilen wird.

Die Hehner Grotten sind kein Ort für rationale Auseinandersetzungen über mittelalterliche Formen der Volksfrömmigkeit oder die Ursachen des eigenen Schicksals. Jeder Nothelfer symbolisiert ein ganz besonderes Leiden und setzt in unserem Unterbewusstsein dessen ureigenen Heilungsprozess in Gang. Jeder der Helfer verfügt dazu über archetypische Attribute sowie seine volkstümliche Legende. Nicht umsonst mutet die steinerne Anlage hinter der Kirche St. Maria Heimsuchung märchehaft und verspielt an. Nachdenken ist nicht der Weg zum Wesenskern der Heiligen. Ist der Verstand zur Ruhe gebracht, geschieht Meditation von selbst und wahre Heilung in der Hinwendung zu Gott.

 

Die Hehner Grotten sind ein Kraftort, der unser unbewusstes Heilungspotenzial nachhaltig aktivieren kann. Bei allen unbewussten Prozessen wirkt das, was wir nicht rational verstehen oder erklären können. Wollen wir diesen Prozess verstärken, kann eine bewusste Auseinandersetzung mit den jeweiligen Heiligen wirkungsvoll sein.

Die Hehner Grotten befinden sich unmittelbar hinter der Kirche St. Maria Heimsuchung. Der Zugang ist frei.

 

 

 

Die einzelnen Nothelfer:

Der Heilige Achatius: Ein Helfer bei Todesangst

 

Der Heilige Erasmus: Guter Umgang mit Aggressionen

 

Der Heilige Blasius: Vitalität und Sexualität

 

Der Heilige Aegidius: Innere Klarheit bei Hauterkrankungen/Allergien

 

Der Heilige Christophorus: Sich Veränderungen stellen

 

Der Heilige Eustachius: In Beziehungen leben

 

Der Heilige Georg: Wege aus der Depression

 

Der Heilige Dionysius: Kopfschmerz als Warnung

 

Der Heilige Cyriakus: Sich von Zwängen befreien

 

Die Heilige Katharina: Scheitern und Neubeginn

 

Die Heilige Margarete: Vom Umgang mit dem eigenen Schatten

 

Die Heilige Barbara: Von Erwartungen Anderer frei werden

 

Der Heilige Pantaleon: Neue Kraft bei Erschöpfung

 

Der Heilige Vitus: Der Kreis des Lebens

 

In einer gesonderten Grotte wird der Heilige Rochus verehrt. Der Heilige Rochus ist ein legendärer Volksheiliger, der auf seiner Pilgerreise nach Rom zahlreichen Pestkranken geholfen haben soll.

 

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Externsteine

Externsteine

Die Kraft der kleinen Dinge

L: 8.923872200000005
B: 51.8682844

Die Kraft der kleinen Dinge

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Gezelinquelle
L: 7.045205099999976
B: 51.04059179999999

Gezelinquelle

Legenden verzichten auf ein biographisches Verständnis einer Person und konzentrieren sich ganz bewusst auf die wenigen Momente, wo sich der Himmel über einem Menschen öffnete, um die Welt wieder mit Gott zu verbinden.

Die Legende berichtet, der Selige Gezelinus von Schlebusch, ein Schafhirte des Klosters Altenberg, habe während einer langen Dürrezeit diese Quelle im Jahre 1235 mit seinem Hirtenstab zum Sprudeln gebracht. Von diesem Jahr wird später zu berichten sein, dass der Rhein kein Wasser führte und man auf dem Weg nach Aachen trockenen Fußes durch das Flussbett gehen konnte. Bäche und Brunnen waren versiegt. Im Bergischen Land und im Rheintal waren solche Dürrezeiten keine Seltenheit. In ihrer Not wandten sich die Menschen an Gezelinus, er möge bei Gott für sie um Wasser bitten. Das Wunder geschah und auf sein Gebet sprudelte eine Quelle überreich aus der Erde hervor.

Schnell entwickelte sich hier ein Wallfahrtsort, zu dem nicht nur Menschen aus dem ganzen Bergischen Land, sondern sogar aus dem mit Heiligen-Reliquien vollgestopften Köln pilgerten, um gesund zu werden.

Unsere Vorfahren brachten dem Gezelinus eine innige Verehrung entgegen, die bis in die heutige Zeit zu beobachten ist. Sein Gedenktag ist der 6. August. Seine Verehrung wirft Fragen auf. Gezelinus, der demütige Klosterbruder, war kein Märtyrer, kein Heiliger oder Gelehrter, wie sie im benachbarten Köln weitaus zahlreicher zu finden waren. Warum wurde gerade er von der Bevölkerung zur „Kultfigur“ erhoben? Seine einfache Lebensart wurde zum Symbol einer intensiven Lebensführung, die sich vollständig unter die Fügung Gottes stellte. Auch die vermeintlich unbedeutenden, die alltäglichen Fertigkeiten und Talente, können wir ganz in den Dienst Gottes stellen. Diese mögen uns oft als bedauerlich gering und gewöhnlich erscheinen, doch ist dies der erste Schritt auf dem Weg zum wahren Heiligen. Denn letzlich soll alles in Gott verherrlicht werden. Die Heiligen und Seligen sind damit immer ein Zeichen der Gegenwart Gottes unter den Menschen.

Die Legende des Gezelinus entzieht sich daher dem verstandesmäßigen Begreifen, dem Interesse des Intellekts an Daten und Fakten. Wir wissen nur sehr wenig über das Leben dieses Seligen. Im Jahre 1640 gab der Schlebuschrather Pfarrer Bartholomäus Crämer zu Protokoll, dass es über Gezelin (auch Gozelin oder Jhoselinus) keine Zeugnisse gibt außer einer Quelle, einem Altar und seinem Grab sowie zahlreiche Wallfahrten dorthin.

Ein altes Pilgergebetbuch überliefert ein Lied zum „Heimat-Seligen“ Gezelinus:

Bitte, dass mich Gottes Gnad

leite auf der Tugend Pfad,

seliger Gezelinus!

Bringe Trost in Traurigkeit,

hilf in Widerwärtigkeit,

seliger Gezelinus.

 

Segne Frucht und Ackerland,

schütz vor Wasserflut und Brand!

Seliger Gezelinus!

Halte fern der Teurung Not,

Krankheit, Krieg und bösen Tod,

seliger Gezelinus!

 

Steh ich an des Todes Rand,

o, so reich mir deine Hand:

seliger Gezelinus!

Schütze mich im letzten Streit,

führe mich zur Seligkeit,

seliger Gezelinus!

 

Gezelinus der Pilger

Auf die Fürbitte des Gezelinus geschahen viele Wunder. Die Engel waren ihm zu Diensten. Gezelinus, der ein glühender Verehrer der Gottesmutter Maria war, hatte die starke Sehnsucht, ihr berühmtes Gnadenbild in Aachen zu besuchen. Leider wusste er niemanden, dem er während seiner Abwesenheit seine Herde anvertrauen konnte. Schließlich befahl er die Herde Jesus Christus selbst und pilgerte nach Aachen, wo er die Gottesmutter inniglich verehrte. Maria erhörte sein Gebet und setzte an seiner Stelle einen Engel ein, welcher dem Gezelinus so sehr glich, dass die Nachbarn glaubten, Gezelinus selbst sei vor Ort, um das Vieh zu weiden.

 

Die Gezelinkapelle

Alte Urkunden belegen, dass auf dem Standort der heutigen Kapelle schon vor dem Dreißigjährigen Krieg ein kleines Gotteshaus stand, das in den Kriegswirren zerstört wurde. Es soll aber auch Hinweise darauf geben, dass die Quelle schon in vorchristlicher Zeit von den Germanen als Heilquelle genutzt wurde. Sicher ist: Die heutige Kapelle, in der sich die Quelle genau unter dem Altar befindet, wurde im Jahre 1868 auf den Grundmauern einer alten, wegen Baufälligkeit abgerissenen Kapelle, neu errichtet.

Weil Erd-Bauarbeiten in den 1950er Jahren den natürlichen Fluss der Quelle zerstörten, wird das Wasser heute, zu bestimmten Stunden des Tages, auf Knopfdruck per Pumpe nach oben befördert. Und immer noch kommen aus der ganzen Umgebung viele Menschen hierher, um sich in Flaschen und Kanistern das wohlschmeckende Wasser mit nach Hause zu nehmen. Das Wasser soll bei Augenleiden und Kopfschmerzen Abhilfe schaffen.

Öffnungszeiten der Quelle:

Täglich von 8.30- 11.00 Uhr und von 13.00-18.30 Uhr, freitags ab 9.15 Uhr.

Die kleine Kapelle ist nur für Gottesdienste geöffnet. Zu allen anderen Zeiten kann lediglich ein kleiner Vorraum betreten werden, der einen Blick in das Innere der Kapelle erlaubt.

 

Wallfahrt zum seligen Gezelinus

Die Gezelinkapelle war über viele Jahrhunderte bis in die jüngste Vergangenheit Ziel frommer Wallfahrt. Die Pilger kamen aus der Umgebung, dem Bergischen Land und sogar vom Niederrhein.  Für Pilger, die den Weg nicht kannten, richtete der Deutsche Orden eine Prozession ein, die alljährlich von der Ordenskirche St. Katharina in Köln ausging. Wie die Feier um 1900 verlief, schildert Domkapitular Arnold Steffensens im Pastoralblatt der Erzdiözese Köln, 1904, Nr. 8.

„Eigenartig schön ist die Feier des Festes des seligen Gezelinus in der Waldkapelle bei Schlebusch. (…) Schattiger Hochwald umgibt das liebliche Heiligtum, welches die Menge der Andächtigen nicht zu fassen vermag; an einem mächtigen Baumstamm wird die Kanzel aufgerichtet, und nach uralter Sitte lauscht hier im dunkelnden Hain die fromme Schar der Verkündigung des Wortes Gottes, und geheimnisvoll erklingt in des Waldes Einsamkeit das Beten und Singen der Waller.“

Ein intensiv gelebtes Leben hinterlässt seine Spuren an jedem Ort. Es kommt nicht darauf an, was wir konkret tun, sondern welche übergeordnete Bedeutung wir unserem Tun beimessen. Die Heiligen und Seligen können uns immer wieder inspirieren, uns unseren Lebensaufgaben und Überzeugungen vollständig hinzugeben. Denn als Mensch führt unser Weg zu Gott über das ganz praktische Wirken in der Welt.

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Frauensteine
L: 6.827039799999966
B: 51.2661417

„Hier braucht es, dächt` ich, keiner Zauberworte: Die Geister finden sich von selbst zu Orte“.

Johann Wolfgang von Goethe

Die Frauensteine im Aaper Wald sind ein vergessener Kraftort in Düsseldorf. Trotz zahlreicher Spaziergänger und äußerer Eingriffe hat dieser Kraftort weder seine Kraft noch seine Lebendigkeit eingebüßt. Ein vordergründiger Dornröschenschlaf liegt über dieser heiligen Stätte.

Mythen und Legenden vermitteln uns eine Ahnung von der einstigen Nutzung dieses Ortes. Seine geheimnisvolle Vergangenheit sollte uns nicht täuschen: Wenn wir diesen Ort pflegen und wertschätzen,  können wir jederzeit an seine Qualitäten anknüpfen. Er vermittelt uns eine tiefgründige Naturerfahrung sowie eine Verbundenheit zu den Ahnen. Der Ort ist ein Tor zur sog. „Anderswelt“.

Für die Nutzung als germanische Kultstätte spricht der ehemalige Name des Stadtteils Grafenberg, der bis ins 17. Jahrhundert als Godesbusch (Gottesbusch) oder Godesburg bekannt war.

 

Einer Sage nach war der UrRhein über die Ufer getreten und hatte das ganze Land überflutet. Die Menschen flohen auf die Höhen des Aaper Waldes und errichteten mit Steinen einen Altar. Auf diesem opferte eine Priesterin ihr schneeweißes Lieblingspferd, um Wotan zu bitten, die Fluten zu bannen.

Diese Sage verdeutlicht in besonderer Weise den Glauben unserer Vorfahren an die Welt der Elfen oder Elben. Diese wunderschönen Wesen leben in ihrer eigenen zeitlichen Dimension. Jahre und Jahrzehnte auf der Erde vergehen in ihrer Welt in Sekundenbruchteilen.

Diese Welt ist von Schönheit und Musik geprägt. Sie zeigen Interesse an der Menschenwelt, wenn sie dort besondere Schönheit oder wohlklingende Musik vernehmen. Die Elben versuchten sich dieser Schönheit zu bemächtigen. Ihr Neid war bekannt und gefürchtet zugleich. Um diesem Neid zu umgehen, wurden bspw. von besonders schönen Kindern Haarsträhnen abgeschnitten und an die Elben geopfert, um sie vor einem Raub durch die Elben zu schützen. Es liegt nahe, dass das Lieblingspferd der Priesterin ein solches Elbenopfer war, das aufgrund seiner Reinheit und Schönheit der örtlichen Bevölkerung das Leben retten konnte.

Der moderne Mensch mag über einen derartigen Volksglauben nur staunen. Wir haben längst den Bezug zu den feinstofflichen Wesen verloren, die mit uns gemeinsam die Erde bewohnen. Die unweigerlichen Folgen dieses Verlustes sind Gefühle des Getrenntseins, der Ohnmacht, Einsamkeit sowie eine generelle seelische Verarmung. Schicksalsschläge und traumatische Erfahrungen können wir uns nicht erklären und das zurückbleibende Gefühl der Ohnmacht ist meist schlimmer als das schicksalhafte Ereignis selbst.

Unsere Vorfahren mögen mit Dürrezeiten, Überschwemmungen, Plünderungen und Hungersnöten gekämpft haben, aber psychische Erkrankungen, wie wir sie heute kennen, sind nicht überliefert. Die gefühlte Einbindung in einen lebendigen und ansprechbaren Kosmos sorgte für Riten und Möglichkeiten selbst mit lebensbedrohlichen Situationen umzugehen und sich diese erklären zu können.

 

„Der Mensch fürchtet das Neue, weil er das Alte nicht versteht.“

 

Eine andere Legende erzählt, dass nach einem Gerichtsspruch sieben Frauen in Stein verwandelt wurden.

Die Steingruppe wird im Volksmund Sibbe Steen (Siebenstein) oder Witte Wiewerkes (weiße oder weise Frauen) genannt.

Eine Opferung von „7“ deutet auf die Erbringung eines weltlichen Opfers hin. Die 7 ist eine Zahl, die in besonderer Weise mit dem irdischen Leben in Verbindung steht. Man denke nur an die 7 Wochentage, die 7 ehemals bekannten Planeten, die 7 himmlischen Tugenden etc. Die 7 ist zugleich eine Zahl der Wandlung und Veränderung. Denn das Leben ist letzlich immer in Verändungen begriffen. Möglicherweise wurde auch hier den Göttern für einen bestimmten Zweck geopfert, um stabile Verhältnisse oder Frieden zu erhalten.

Der Glaube an den Austausch und die Verhandlung mit den eher „dunklen Kräften“ des Universums ist dem modernen Menschen gleichfalls abhandengekommen. Man fürchtet oder ignoriert diesen Teil des menschlichen Seins, was unweigerlich einen Verlust von menschlicher Ganzheit zur Folge hat. Im jüdischen Volksglauben finden wir jedoch bis heute eine lebendige Praxis, die auf der grundlegenden Vorstellung beruht, dass man den Dämonen einen Teil des irdischen Wohlstands abgibt, um den Rest ungestört für sich behalten zu können. Vergleichbare Riten existieren in der „Speisung  der Vorstorbenen“ zu Halloween oder in sehr abgeschwächter Form zu Allerheiligen.

Nicht grundlos findet sich bei den Frauensteinen eine neuzeitliche Pflanzung von Eiben. Die Eibe ist der 13. Baum im keltischen Baumkalender. Die 13 ist die Zahl des Friedens. Die Eibe, bekannt als sog. Toten- oder Friedhofsbaum, ist somit nicht in den weltlichen Reigen der „12“ (Monate, Sternzeichen etc.) eingebunden. Sie verweist auf den Tod und ist eine Tür zur Anderswelt. Sie fungiert damit zugleich als Bindeglied für den Neubeginn des kosmischen Reigens. Somit ermöglicht die Eibe eine besondere Anknüpfung an die „dunkle“ feinstoffliche Welt und lässt uns die Leichtigkeit des Neubeginns erahnen.

 

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Evangelische Kirche Essen-Werden
L: 7.00151870000002
B: 51.3910596

All things bright and beautiful,
All creatures great and small,
All things wise and wonderful:Kirche1
The Lord God made them all.

Each little flow’r that opens,
Each little bird that sings,
He made their glowing colors,
He made their tiny wings.

The cold wind in the winter,
The pleasant summer sun,
The ripe fruits in the garden,
He made them every one.

He gave us eyes to see them,
And lips that we might tell
How great is God Almighty,
Who has made all things well.

(Cecil Frances Alexander, 1848)

Der Stadtteil Essen-Werden ist ein bekannter Kraftort im Ruhrgebiet. Im Zentrum des Interesses stehen dabei die Ruine St. Klemens sowie die Quellfassung des Klemensborn, ein uraltes Quellheiligtum. Doch wer an der evangelischen Kirche Essen-Werden vorbeigeht, verpasst einen wirklich zauberhaften Ort.

Die Ausgestaltung der Kirche ist den christlichen Vorstellungen eines  himmlischen Paradiesgartens nachempfunden. 77 individuell gestaltete Engel verzieren die Kirche, dazu kommt der sog. Engel von Bagdad, ein Mahnmal für den Frieden. Die lebendige urchristliche Symbolik dieses Ortes drängt sich nicht auf. Verspielt und leicht lässt sie sich suchen und offenbart sich immer wieder in neuen Facetten. Muscheln, Delphine, Sterne und Blumen, darunter auch die Zistrose, eine wundersame biblische Heilpflanze, bilden eine Naturkulisse für Jedermann. Im Garten Eden gab es keine konfessionelle Zugehörigkeit. So zeigt sich hier eine weltoffene Kirche mit einem ansprechenden Programmangebot.

Die Kirche ist an Samstagen von 11.00- 13.00 Uhr geöffnet.

 

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„Und Gott sah alles an, was er gemacht hatte, und siehe, es war sehr gut.“ (1. Buch Mose)

 

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Herr, wie sind deine Werke so groß und viel! Du hast sie alle weislich geordnet, und die Erde ist voll deiner Güter. (Psalm 104, 24)

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Nordenauquelle

Nordenauquelle

Wunder der Heilung

L: 8.43213000000003
B: 51.18158

„Heilsein ist die Erfahrung des ungehemmten Fließens unserer Lebensfreude und unserer Kreativität, das sichere Wissen eines -Ich bin-, eingewoben in das unendliche Netz aller Lebensenergien.“ (Nana Nauwald)

 

Nordenau ist ein kleiner Ortsteil von Schmallenberg im Sauerland. Sein heilendes Wasser jedoch ist weit über das Sauerland hinaus bekannt. Japanische Forscher beschäftigten sich acht Jahre lang intensiv mit der Wirkungsweise des Wassers der Nordenauquelle, die in einem stillgelegten Schieferstollen entspringt. Dabei konnte die antioxidative Wirkung des Wassers und seine Heilkraft auf erkrankte Zellen wissenschaftlich belegt werden. Das Wasser der Nordenauquelle ist besonders rein und 8% leichter als normales Wasser.

Das Zusammentreffen von mindestens drei Wasseradern sowie eine stark erhöhte Erdrstahlung verleihen dem Stollen eine besondere Atmosphäre. Wem die Erdstrahlung zu Kopf steigt, der bricht besser vorzeigt auf. Besucher des Stollens können bei Zahlung einer Eintrittsgebühr so viel Wasser mitnehmen, wie sie tragen können.

Trotz aller Forschung sind viele Vorgänge im Stollen noch ungeklärt. Eines der größten Wunder auf dieser Welt ist Heilung. Ob Spontanheilungen oder langfristige Trinkkuren, die Fahrt zur Quelle ist lohnenswert. Neben den Ergebnissen wissenschaftlicher Forschung sind auch Heilungen von Tieren bekannt, die bekanntlich weder auf Suggestion noch auf Placebos ansprechen.

Nordenau ist ein wundersamer Wasserort voll pulsierender Lebendigkeit. Die deutlich wahrnehmbare Erdstrahlung schafft dazu ein starkes Gegengewicht. Unter den vier Elementen ist das Wasser das mengenmäßig größte Element im menschlichen Organismus. Als Menschen sind wir darauf angewiesen, dass unser Trinkwasser gut mit uns interagiert. Denn auch im menschlichen Körper herrscht eine gewisse Demokratie, geht es dem stärksten Element schlecht, leiden auch die anderen.

Wenn wir Wasser mit Dankbarkeit trinken, können wir eine Verbindung mit den reinsten Kräften des Universums herstellen. Auf diese Weise können wir einen wesentlichen Beitrag zu unserem Wohlbefinden leisten. Wasser ist die Mutter allen Lebens, das uns mit Reinheit und Klarheit erfüllen kann.

 

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Silberbachtal
L: 8.946990000000028
B: 51.84912

(…) und zu wissen, dass alle gesegneten Toten um euch herum stehen und euch bei der Arbeit zusehen (…) Kahlil Gibran

Unser Leben beruht auf dem Erbe der Frauen und Männer, die vor uns kamen – unseren Ahnen. Ihnen allen verdanken wir unser Leben und den hohen Lebensstandard, den wir heute genießen. Nicht nur ihr biologisches genetisches Erbe ist in unserer DNA enthalten. Wir sind mit unserer gesamten Ahnengeschichte und den Schicksalen unserer Vorfahren tief verbunden. Unser zwischen „Lebenden“ und „Toten“ trennendes Denken hat uns dazu verführt, unsere Vorfahren aus unserem Bewusstsein auszuklammern. Die Grenzziehung zwischen dem Spirituellen und dem Materiellen, zwischen dem Wachen und dem Schlaf, zwischen dem Leben und dem Tod ist ein Irrglaube, denn das Leben ist eins und nichts anderes existiert. Unsere Ahnen stehen hinter uns, sie nehmen Anteil an unserem Leben und wirken darauf ein.

Das Silberbachtal ist ein Ort, der uns den Zugang zu unseren Vorfahren wieder eröffnen kann. Das Tal birgt zahlreiche alte Ritual- und Kraftplätze, die touristisch nicht erschlossen sind. Gefunden werden sie von Menschen, die ihrer Intuition vertrauen, respektvoll mit dem Ort umgehen und seine Geheimnisse wahren. Nicht jeder „Kraftort“ sollte der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. Menschen, die zu solchen Orten geführt werden, sind oft karmisch mit diesem Ort verbunden und können sich und dem Ort Heilung verschaffen. Das persönliche Einfühlen in die Ahnenwelt kann dem Einzelnen ein tiefes Urvertrauen und Verbundenheitsgefühl geben.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Shivalaya -Die Reinheit-
L: 8.99617749999993
B: 51.89906509999999

„In der Mitte bist du, mein Herz, und ich danke dir, dass du zu mir sprichst. In der Mitte bist du, meine Seele, und ich danke dir, dass du auf mich wartest.“ (Gernot Candolini)

Was Reinheit ist, kann rein intellektuell nicht verstanden werden. Viele Menschen halten Dinge für rein, die sich bei näherer Betrachtung als schlecht und ungenießbar herausstellen. Persönliche Neigungen und Liebe zu diesen Dingen führen vordergründig dazu, dass selbst ungenießbare Lebensmittel und strafbare Handlungen als rein angesehen werden.

Dieser Irrtum kann letztlich nur  durch das Erleben wahrer Reinheit ausgeräumt werden. Ohne Reinheit ist es unmöglich, gesund und glücklich zu sein, und der Frieden stellt sich nicht ein. Die Reinheit ist die Vorbedingung für den Frieden. Denn der Friede ist nichts anderes als das Ergebnis einer Harmonie zwischen Geist, Seele, Verstand, Herz, Willen und dem physischen Körper, aus denen der Mensch besteht. Wenn der Mensch zum Gipfel seiner Selbst gelangt und dort lebt, überkommt ihn der Friede. Unaussprechlich ist dieser himmlische Friede.

Die Klosteretage des Shivalaya bietet dem spirituell Suchenden eine außergewöhnlich reine und klare Atmosphäre. Das Kraftfeld des Ashrams sowie die hier durchgeführten Meditationen, Rezitationen und Einweihungen haben eine außerordentlich hohe Schwingung hinterlassen, die klar und erhaben ist.

Für den westlichen Menschen sind transzendentale Meditationstechniken ohne eine entsprechende individuelle Vorbereitung nur selten geeignet, Stille und Klarheit im Innern zu erleben. Falsch verstande Vorstellungen von den Zielen der Meditation führen viele Menschen eher in Verzweiflung und Minderwertigkeitsgefühle als in die erhoffte Glückseligkeit. Das Shivalaya bietet gerade für diese Menschen einen Ort des Trostes und der Zuflucht, wo das noch fehlende innere Erleben quasi von Außen geschenkt wird. Denn Meditation ist letztlich kein Vorgang, sondern die Konsequenz inneren Erlebens.

Hier kann man einfach nur da sein, still sitzen und die heilsame Atmosphäre und Kraft aufnehmen. So kann der Besucher einen großen spirituellen Nutzen aus seinem Aufenthalt ziehen. Besonders empfehlenswert ist der Besuch des Krishna-Raumes, der aufgrund der hier durchgeführten Einweihungen über eine besonders hohe Lichtkraft verfügt.

Indische Tempel bspw. dienen allein dem Zweck, ein solch geweihter Ort zu sein, wo seine Besucher nichts tun müssen, sondern einfach von dessen Kräften profitieren können. Zu diesem Zweck werden die Tempel besonders geweiht und es wird Sorge dafür getragen, dass die geweihte Atmosphäre aufrechterhalten wird. Die Kraft dieser Tempel belebt zugleich die unmittelbare Umgebung und stärkt die dort lebenden Menschen ohne deren Dazutun.

Vergleichbare Orte sind so lange notwendig, bis der Mensch wahrhaftig begreift, dass der Körper sein eigentlicher Tempel ist und die Weihung und Reinhaltung seiner eigenen persönlichen Umgebung für ein glückliches Leben notwendig sind.

 

Die Klosteretage des Shivalaya ist für Besucher ganztägig zugänglich.

 

Allumfassendes Gebet

von Swami Sivananda

 

Oh anbetungswürdiger Gott2015-04-14 18.55.10_bearbeitet-2

voll Barmherzigkeit und Liebe,

 

Gruß dir in Demut gebeugt.

Sein ist dein Wesen, Wissen und Seligkeit.

 

Allgegenwärtig bist du,

allmächtig, allwissend.

Im Innern aller Wesen wohnst du.

 

Gib uns ein verstehendes Herz,

die rechte Einsicht, ausgeglichenes Gemüt,

Vertrauen, Hingebung und Weisheit.

 

Lege in uns geistige Kraft,

Versuchungen zu widerstehen,

und Denken und Wollen zu2015-04-16 13.32.43_bearbeitet-2 beherrschen.

 

Befreie uns von Selbstsucht,

Gier, Zorn und Hass.

Erfülle unser Herz mit göttlichen Tugenden.

 

Lass uns dich erschauen

in all den Namen und Gestalten.

Lass uns dir dienen

in all den Namen und Gestalten.

 

Lass uns allezeit deiner gedenken.

Lass uns stets deine Herrlichkeit singen.

Lass deinen Namen stets auf unseren Lippen sein.

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Lass uns in dir bleiben allezeit.

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St. Peter zu Syburg
L: 7.4887899999999945
B: 51.4231

„Durch die alte Kirche inmitten kleiner Grabsteine pfeift leise der Zugwind, drinnen nichts als Leichensteine, Sterbewappen und das Totengläute der Zeit, das schallende Tiktat der Turmuhr.“ (Das malerische romantische Westfalen, S. 316)

Bei der romanischen Kirche St. Peter zu Syburg dürfte es sich um die älteste westfälische Kirche handeln. Sie ist zugleich eine gewaltige Landmarke und thront auf einem Felsvorsprung oberhalb der Ruhr-Lennemündung. Die Schießscharten des Turms weisen darauf hin, dass St. Peter einst eine Kirchenburg war.

Auf dem dazugehörigen Friedhof finden sich Grabsteine aus dem 9. Jahrhundert. Vermutlich handelt es sich um einen der ursprünglichsten Friedhöfe im Ruhrgebiet. Hier auf dem Ruhrhöhenrücken bietet sich die Gelegenheit einmal über dem Weltlichen zu thronen, Abstand zu finden und dem Himmel ein Stück näher zu sein.

St. Peter war einst eine berühmte Wallfahrtsstätte, ein wesentlicher Stützpunkt zur Verbreitung des Christentums im Ruhrgebiet.

Eine kurze Wanderung führt durch einen lieblichen Eichenwald zur Ruhr-Lennemündung.

 

…es mag ja sein,

dass Engel nicht gern bleibenstpeter1

und das sie weiterziehen mit dem Wind,

es mag ja sein,

dass Engel ihre weißen Flügel reiben

viel lieber dort, wo andere Engel sind

auch mag es sein,

dass Menschen für das Fliegen

zu schwer sind und zu ungelenk

und dass sie Engel nur zu fassen kriegen

am Saum der Schwingen und am Handgelenk

doch darf nich sein, dass du mich wie den Regen

aus deinen Federn schüttelst-nach dem Flug,

mein Sturz von deinen sternbesäten Wegen,Friedhof

ohh Engel sag es ist nur böser Spuk-

sag zu mir Mensch! … nun sei auch mal verwegen,

heb ab zu jenem, der dich lange  trug

die kleinen Wunden kannnst du später pflegen,

flieg los, flieg los

du bist schon im Verzug

(Verfasser unbekannt)

Torbogen

 

 

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Femeiche
L: 6.86555599999997
B: 51.746111

Nach der Gerechtigkeit kommt die Barmherzigkeit (Gernot Candolini)

Bäume galten schon immer als Symbol für das Leben. Konzepte vom „Baum des Lebens“ und vom „Baum der Erkenntnis“ sind Lebenskonzepte. Bewusst oder unbewusst sind wir mit einem dieser Konzepte verbunden.

Der Baum der Erkenntnis für zum direkten Erleben von sog. guten bzw. vermeintlich schlechten Erlebnissen: Das Leben geht auf und ab. Glück und Pech wechseln sich in scheinbar willkürlicher Reihenfolge ab, ein Fluch wird zum Segen, großes Glück verwandelt sich in unerträglichen Schmerz. Wir alle kennen dieses Konzept. Die Menschheit ist seit dem sog. „Sündenfall“ mit dem Baum der Erkenntnis eng verbunden. Er symbolisiert in besonderer Weise das Leben in der Dualität. Die Folgen von trennenden Denkstrukturen, Unterteilungen in gut und böse, schön und hässlich, geben und und nehmen etc. führen zu Ausgrenzungen, Stigmatisierungen und Wettbewerb. Auch die Thematik von Tätern und Opfern gehört in den Bereich der Dualität.

Eichen wurden nicht grundlos als Gerichtsstätten gewählt. Die Kraft der Eiche ist in besonderer Weise eine duale Kraft. Die Eiche galt einst als Weltenbaum, als Baum der Mitte, der männliche und weibliche Kräfte vereint. So ist die Eiche ein sehr nährender Baum, sie verfügt aber zugleich über eine stark ordnende Kraft. So hoffte man, dass man unter der Eiche Rechtsangelegenheiten wieder in Ordnung bringen konnte.

Unsere Vorfahren hörten noch den göttlichen Ratsschluss im Rauschen gewaltiger Eichenhaine, die es früher im mitteleuropäischen Raum gab. Im ersten Buch Mose lesen wir, dass Abraham bei den Eichen von Mamre lebte und unter einer Eiche von Gott „heimgesucht“ wurde. Derartige Praktiken fielen der Christianisierung zum Opfer- damit ging die Rodung der Eichenhaine einher.

Die Femeiche in Erle diente bis zum Jahre 1589 als offizielle Gerichtsstätte. Sie ist einer der ältesten Bäume in Deutschland und wird auf ein Alter zwischen 600 und 1.500 Jahren geschätzt. Der Volksmund nennt sie auch dusendjohrige Eke, die tausendjährige Eiche.

Dem Besucher hat sie weit mehr zu erzählen als die interessanten touristischen Hinweisschilder es erahnen lassen. Die Natur zeichnet alle Geschehnisse auf. So können Menschen, die sich auf diesen Ort einstimmen, seinen Geschichten lauschen. Es ist nichts verloren gegangen.

Bäume erinnern unsere Seele an ihre eigentliche Aufgabe, dem Streben nach Transformation und Ausdehnung, dem persönlichen Wachstum im Einklang mit der Umwelt und der Erhebung über die eigenen Schwächen. Knüpfen wir an diese Aspekte an, können wir uns unmittelbar vom Konzept des Baumes der Erkenntnis befreien und uns mit dem Baum des Lebens verbinden.

Hier findet verurteilendes Denken sein Ende, das Leben ist wieder in seiner ursprünglichen Ganzheit erfahrbar. Bäume sind zugleich Sitz von Wesenheiten, die uns bei dieser Entwicklung hilfreich zur Seite stehen können. Denn der „Baum des Lebens“ wurde vor den Menschen nicht in einem verborgenen Garten versteckt. Wir können jederzeit zu ihm zurückkehren, wenn wir auf Verurteilungen verzichten und das Gefühl des Getrenntseins aufgeben können. Dann spüren wir wieder das Leben in seiner grenzenlosen Allmacht und Fülle.

 

 

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Drüggelter Kapelle
L: 8.097586099999944
B: 51.4918783

Am Pfingsttag des Jahres 1217 trafen sich bei der Drüggelter Kapelle  an der Möhne mehrere Ritter, um gemeinsam zum Kreuzzug ins Heilige Land aufzubrechen. Welche Ritter dort aufbrachen, ob sie im Heiligen Land ankamen und ob sie das Sauerland jemals wieder erblickt haben- alle diese Fragen müssen leider unbeantwortet bleiben. Die früheste schriftliche Erwähnung der Kapelle ist jenes Treffen am Pfingsttag des Jahres 1217. Dabei herrscht Einigkeit, dass die Kirche schon im Jahr 1150 entstanden ist. Das Entstehungsdatum ist jedoch die einzige Gemeinsamkeit in den vielfältigen Überlegungen über ihren Ursprung.

Was hat es mit dieser Kapelle auf sich, die anders als alle mittelalterlichen Kirchen, einen zwölfeckigen Zentralbau aufweist? Mag ihre Geschichte im Dunkeln verbleiben, enthüllt sich im Zentrum zwischen den auffälligen Säulen eine besondere Qualität. Hier, in der Ausgewogenheit der Kräfte, scheint die Zeit stehen geblieben zu sein. Himmel und Erde sind in gleicher Weise präsent. Ein Ort, der dem Besucher durch seine Stille neue Dimensionen eröffnet. Die Mystik des Ortes legt eine Nutzung außerhalb christlicher Traditonen nahe und ermöglicht auch heute noch tiefe Einheitserfahrungen. Die Kapelle ist in der Regel für Besucher geöffnet.

„… Und mitten am Thron und um den Thron herum vier himmlische Gestalten voll Augen vorne und hinten. Und die erste Gestalt war gleich einem Löwen, und die zweite Gestalt war gleich einem Stier, und die dritte hatte ein Antlitz wie ein Mensch und die vierte Gestalt war gleich einem fliegenden Adler. Und eine jegliche der vier Gestalten hatte sechs Flügel und sie waren außenherum und inwendig voll Augen und sprachen: Heilig, heilig, heilig ist Gott, der Herr, der Allmächtige, der da war und der da ist und der da kommt!“ (Offenbarung 4, 1-9)

Die vier heiligen Tiere in der Offenbarung symbolisieren die Urmaterie, welche die Wurzeln der vier Elemente bilden. Der Stier steht für die Erde, der Mensch für die Luft, der Adler für das Wasser und der Löwe für das Feuer.

Die vier heiligen Tiere sind Manifestationen des Absoluten, des ansonsten unfassbaren göttlichen Wesens. Die Manifestation Gottes ist die Materie, die er aus sich selbst hervorgebracht hat, denn die Materie ist göttlichen Ursprungs und auf dieser Stufe der Reinheit und Feinstofflichkeit ist sie nicht zu erkennen, unbegreiflich, denn sie ist noch eins mit dem Geist. Die vier heiligen Tiere stellen somit die Prinzipien der vier Elemente dar, sie sind in ihrer Reinform jedoch nicht mit den verdichteten Elementen zu verwechseln, welche wir auf der Erde finden. Die Engel der vier Elemente, die Seraphin, sind die höchsten in der Engelshierarchie und menschlichen Wesen nur äußerst selten zugänglich. Die Drüggelter Kapelle darf somit ein Mysterium bleiben, ein Ort der auch den Menschen an seine wahre Herkuft erinnert.

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Mariengarten Hattingen
L: 7.191156699999965
B: 51.4018117

Ich sehe dich in tausend Bildern, Maria lieblich ausgedrückt

Doch keins von allen kann dich schildern, wie meine Seele dich erblick.

Ich weiß nur, dass der Welt Getümmel seitdem mir wie ein Traum verweht,

und ein unnennbar süßer Himmel mir ewig im Gemüte steht. (Novalis)

 

Ein echtes Kleinod im Ruhrgebiet ist der Kräutergarten der Klinik Blankenstein. Zwei mächtige Blutbuchen bewachen den geheimnisvoll anmutenden Eingang des Gartens hinter der Klinik. Obwohl es sich um einen Lehrgarten handelt, ist dieser von einer unberührten Lichtigkeit geprägt, die sich wie ein heilender Mantel um seine Besucher legt. Die Lourdesgrotte im Zentrum des Gartens ist Sinnbild für das gesamte Gelände. Die Energie der Maria bot seit je her Zuflucht für die Außgestoßenen und Randgruppen der Gesellschaft. Hier ist ihre heilende Energie erfahrbar.

 

„Maria, breit den Mantel aus,
mach Schirm und Schild für uns daraus;
laß uns darunter sicher stehn,
bis alle Stürm vorübergehn.
Patronin voller Güte,
uns allezeit behüte.“

 

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„In der Natur erklingt die Musik des Lebens in ungestörter Harmonie. Dein eigener Organismus gerät in Resonanz mit dieser gesunden Grundschwingung. Nirgendwo heilst du schneller als in der Natur.“ (Safi Nidiaye)

 

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Opfersteine

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Die Stille

L: 8.949443999999971
B: 51.931389

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Die Stille ist die Eigenheit des weiblichen Prinzips. Sie hat nichts mit Trägheit zu tun, sondern ist eine Tätigkeit, die sich in tiefer Harmonie vollzieht. Sie ist eine Fülle, die weder durch Gesten noch durch Worte auszudrücken ist. Die Stille ist eine Eigenschaft des Innenlebens.

Die Angst vieler Menschen vor der Stille beruht auf einer Verwechselung mit dem Gefühl der Einsamkeit. Die Angst vor dem Alleinsein verhindert oft das Betreten der inneren Stätte wahrer Stille, die von unzähligen Wesen bewohnt ist.

Still und geheimnisvoll lädt dieser Ort seine Besucher zum Verweilen ein. Die Gedanken kommen zur Ruhe, der Alltag tritt in den Hintergrund. Meditation und Regeneration geschehen hier von allein.

Die Deutung und Datierung der Kreis- und Hufeisenförmigen Steinsetzungen ist wissenschaftlich umstritten. Woher rühren die Rillen, Löcher und schalenförmige Vertiefungen in den Steinen? Wurden sie von Menschenhand zu kultischen Zwecken geschaffen?

Zahlreiche unbeantwortete Fragen regen die wahre, nach Innen gerichtete Schau an. Die Stimme Gottes macht keinen Lärm. Um sie zu hören, muss man sehr aufmerksam sein.

Der Herr antwortete: Komm heraus und stell dich auf den Berg vor den Herrn!

Da zog der Herr vorüber: Ein starker, heftiger Sturm, der die Berge zerriss und die Felsen zerbrach, ging dem Herrn voraus. Doch der Herr war nicht im Sturm. Nach dem Sturm kam ein Erdbeben. 

Doch der Herr war nicht im Erdbeben. Nach dem Beben kam ein Feuer. Doch der Herr war nicht im Feuer.

Nach dem Feuer kam ein sanftes, leises Säuseln. Als Elija es hörte, hüllte er sein Gesicht in den Mantel, trat hinaus und stellte sich an den Eingang der Höhle.

Elija am Horeb: 19,1-13a

 

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Muttental

Muttental

Wiege des Bergbaus

L: 7.316837299999975
B: 51.4240522

 … Euch wurde immer gesagt, dass Arbeit ein Fluch und Arbeit ein Unglück sei.

Aber ich sage euch, wenn ihr arbeitet, erfüllt ihr einen Teil des weitesten Traumes der Erde, der euch zugewiesen wurde, als dieser Traum geboren wurde,

und indem ihr euch mit der Arbeit beschäftigt, seid ihr in Wahrheit das liebende Leben,

und das Leben durch Arbeit zu lieben bedeutet, mit dem innersten Geheimnis des Lebens vertraut zu sein… Kahlil Gibran

 

Nicht umsonst wird dieses Tal als die Wiege des Bergbaus bezeichnet. In diesem Tal soll die erste Steinkohle im Ruhrgebiet gefunden worden sein. Bereits im Mittelalter gruben Bauern in Mini-Tagebauten nach dem wertvollen Brennstoff. Im 18. Jahrhundert ging man zum Stollenbergbau über. Durch die zahlreichen neuen Großzechen im Ruhrgebiet wurde der Abbau in Klein- und Kleinstzechen im Muttental unrentabel.
Das Tal hat viel zu erzählen: Von Hoffnungen und Entwicklungen, Aufschwung und Verödung sowie den damit einhergehenden Enttäuschungen, vom erdverbundenen Leben, vom Geben und Nehmen und den Resultaten, wenn dies nicht im Einklang mit der Natur geschieht. Das Fehlen jeder Anklage hüllt das Tal in eine tiefe Melancholie. Kaum ein Ort im Ruhrgebiet weist eine vergleichbare emotionale Intensität auf. Seine verwundbare Schönheit ist Sinnbild für das gesamte Ruhrgebiet.

 

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Schon die Griechen wussten, dass in den Bäumen die Götter wohnen. An der Ponytränke am Muttenbach begegnet Ihnen ein Baum, der mit höheren Bewusstseinskräften in Verbindung steht. Im Umkreis seiner breiten Krone schafft dieser Baum sein ganz eigenes Refugium. Lieblich und verspielt ist dieser Ort. Spirituell Suchende werden hier ebenso fündig wie spielende Kinder. Lassen Sie sich auf die universelle Weisheit der hier lebenden Wesenheiten ein. Sie ist immer präsent und hilfreich.

„Bäume sind wie Heiligtümer. Wer mit ihnen zu sprechen, wer ihnen zuzuhören weiss, der erfährt die Wahrheit.

Sie predigen nicht die Lehre und Rezepte, sie predigen, um das Einzelne unbekümmert, das Urgesetz des Lebens.“

(Herrmann Hesse)

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Qian Yuan

Qian Yuan

Der Garten der Dichter und Gelehrten

L: 7.265039699999988
B: 51.4471272

Ein Zugang zum Verständnis dieses Kleinods eröffnet die „Sage vom Pfirsichblütenquell“, die von dem berühmten chinesischen Dichter Tao Yuan Ming (365-427) stammt. Darin gelangt ein Fischer durch Zufall in die Felslandschaft des Pfirsichblütenquells. Bei dieser handelt es sich um eine ideale Welt, in der die Menschen ein zufriedenes und glückliches Leben führen.

Man weiß nicht, ob später noch jemand den Wegweisern des zurückgekehrten Fischers gefolgt ist, um in dieses paradiesische Land zu gelangen und heute fragt schon niemand mehr nach dem Weg dorthin.
Über zahlreiche liebevolle Details entfaltet sich vor dem Betrachter ein immer wieder neu wahrzunehmendes Kunstwerk. In den Mauern dieses Gartens erahnt man, was der verirrte Fischer im Land des Pfirsichblütenquells einst erlebt haben muss.

Chinesische Gärten sind das Ergebnis einer Verschmelzung von Architektur, Malerei, Literatur, Dramatik, Kalligraphie und Bildhauerei, wodurch eine Welt vollkommener Schönheit nach paradiesischem Vorbild nachgebildet wird.

Im Urbild des Schöpfers war der Mensch einst Hüter des paradiesischen Gartens. Kein Tier konnte ihm etwas anhaben. Viel ist seitdem geschehen, dass selbst kleinste Lebewesen dem Menschen heute ernsthaft schaden können. In diesem Garten erahnt der Betrachter seine längst vergessene Rolle im Schöpfungsakt.

Die Sage vom Pfirsichblütenquell

Zur Zeit Tai Yüan des Hauses Dsin, da lebte
Ein Mann in Wuling, der vom Fischfang sich ernährte.
Einst fuhr flußauf er.                                                                        kois
Er vergaß, wie weit er schon gefahren.
Da fand er plötzlich einen Pfirsichblütenhain
Das Ufer viele hundert Schritt umsäumend.
Dazwischen stand kein anderer Baum,
Nur Duftgras, frisch und schön,
In das sich Blütenblätter niederstreuten.
Der Fischer war darüber sehr erstaunt.
Er fuhr noch weiter, um des Haines Ende zu erreichen;
Der Hain ging bis zum Quell des Bachs.
Da stand ein Berg.
Und in den Berg, da ging ein kleiner Gang.
Draus schimmerte es hell hervor.
Er ließ sein Boot zurück und trat hinein.
Anfangs war es sehr eng,
Daß grad ein Einzelner hindurchkam.                                                           garten2
Doch als er wenig Schritte vorwärts ging,
Da öffnete sich’s weit und licht.

Das Land war ausgedehnt und eben
Und viele schöne Häuser waren da.
Die Felder waren gut,
Und zwischen schönen Wasserflächen
Standen Maulbeersträucher
Und Bambuspflanzen aller Art.
Viel Pfade kreuzten sich,
Und aus den Dörfern klang
Der Hähne Krähen und der Hunde Bellen:
Und Menschen liefen hin und her und säten aus.
Männer und Frauen trugen Kleider
Ganz wie draußen in der Welt,
Greise im weißen Haar und Kinder mit ihren Zöpfchen:
Alle waren glücklich und zufrieden.                                                                   garten4

Als sie den Fischer sahen,
Da wunderten sie sich.
Sie fragten ihn, woher er komme. Er erzählte alles.
Da nahmen sie ihn mit sich heim, und setzten Wein ihm vor
Und schlachteten zum Mahle Hühner.
Als man im Dorfe von dem Mann vernahm,
Da kamen alle her und fragten.
Sie selbst erzählten:
Vor alter Zeit, als Tsin Schi Huang
Das Land in Unruh’ stürzte,
Da seien ihre Väter
Mit Weib und Kind und allen Nachbarsleuten
In dieses ferne Tal gekommen,
Seitdem sei niemand wieder je hinausgegangen,
So haben sie sich von der Außenwelt getrennt.
Sie fragten, wer jetzt König sei.
Sie wußten nichts vom Hause Han,
Zu schweigen von den Dynastieen We und Dsin.
Der Mann erzählte ihnen alles, was er wußte.                                                                         garten23
Und alle hörten ihm verwundert zu.

Nun wollten alle ihn einmal bei sich zu Gaste haben,
Und alle setzten Wein und Speisen zur Bewirtung vor.
So blieb er ein paar Tage da,
Dann nahm er Abschied.
Die Leute in dem Lande sagten noch,
Es sei wohl nicht der Mühe wert,
Den Menschen draußen davon zu erzählen.

Als er herauskam, fand er auch sein Schiff noch vor
Und ruderte den Weg zurück.
Von Ort zu Ort behielt er alles im Gedächtnis.
Als er den Heimatort erreicht,
Ging zum Beamten er, ihm alles zu erzählen.
Der sandte Leute, mit ihm hinzugehen.
Er suchte nach den Zeichen, die er sich gemerkt.
Dabei verwirrten sie sich bald
Und haben jenen Weg nicht wieder aufgefunden.

In Nanyang lebte später Liu Dsï Ki.                                              garten1
Der war ein tüchtiger Mann.
Als er von der Geschichte hörte,
Da machte er sich frischen Mutes auf.
Doch eh er hinkam, ward er krank und starb.
Seither hat niemand nach dem Weg gefragt. –

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Quellpark Bad-Lippspringe
L: 8.815908300000046
B: 51.7837494

Quellen waren für unsere Vorfahren magische und heilige Orte. Dem aus der tiefe hervortretenden Grundwasser wurden besondere Kräfte nachgesagt, weshalb sie als heilige Bezirke und Sitz der Götter verehrt wurden. Archäologische Ausgrabungen belegen, dass unsere Vorfahren kultische Handlungen an Quellen vollzogen haben. Auch der Christianisierung gelang es nicht, den Quellenkult abzuschaffen. Bis heute werden bspw. das Münzenwerfen und Augenwaschen an Quellen praktiziert.

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Die azurblaue Quelle der Lippe in Bad-Lippspringe ist eine der stärksten Flussquellen Deutschlands. Jede Sekunde treten ca. 740 Liter Wasser zutage. Die Quelle trägt den Beinamen „Odins Auge“ (der germanische Götterhäuptling war einäugig).

 

 

 

 

 

 

Der Grund für diesen Quellenkult ist im Buch Genesis zu finden: Schon vor dem eigentlichen Schöpfungsakt war das Wasser vorhanden, das vom Geist des Schöpfers erfüllt war. Wie in einem erleuchteten Raum keine Dunkelheit herrschen kann, so war das Wasser ursprünglich frei von jeder Form der Negativität. Bis zur ersten biblischen Sintflut diente Wasser allein der Heilung, dem Schutz und der Reinigung. Kein Mensch konnte durch Wasser Schaden nehmen.

Die spirituellen Qualitäten des Wassers, die der Gnade, dem Leben und dem Teilen entsprechen, wurden durch die Sintflut in Mitleidenschaft gezogen. In natürlichen Wasserquellen und Flussläufen können wir auch heute noch von der heilenden Kraft des Wassers profitieren. Das vollständige Eintauchen des Menschen in dieses Element ist erforderlich, um unsere Zellen von Krankheiten zu befreien, unser Energiefeld zu reinigen und somit unser Bewusstsein zu stärken. Dies war nicht nur den biblischen Täufern am Jordan bewusst, sondern wird auch heute noch von Juden im sog. Mikveh sowie von indischen Yogis im Ganges praktiziert.

Auch in unserem Alltag ist der Umgang mit unserem Trinkwasser für unser Wohlbefinden und unsere Gesundheit von höchster Bedeutung. Der menschliche Organismus besteht zum größten Teil aus Wasser. Es ist daher entscheidend, wie unser Trinkwasser in uns reagiert. Denn tatsächlich reagiert das gleiche Wasser in jedem Menschen auf höchst unterschiedliche Weise. Wasser ist das einzige Element, dass mit einer eigenen Bewusstheit auf seinen Verwender antwortet. In traditionellen indischen Haushalten findet man bis in die heutige Zeit besondere Wasserbehältnisse für das Trinkwassere der Familie, oft mit Blumen verziert oder mit Opferlichtern versehen.

Zahlreiche chronische Erkrankungen könnten durch eine wertschätzende Behandlung des eigenen Trinkwassers vermieden werden.

Das universelle Wissen um diese machtvolle Form der äußeren und inneren Reinigung ist heute weitestgehend abhanden gekommen. Der Mensch hat den Lebensraum Quelle stark an seine vermeintlich vorrangigeren Bedürfnisse angepasst. Viele Quellen wurden eingefasst, verrohrt oder verfüllt. Im Alltag verwenden wir meist weder Zeit noch Wertschätzung für die inneren Qualitäten unserer Lebensmittel. So können wir nicht mehr im vollen Umfang von ihnen profitieren.

Der Quellpark in Bad-Lippspringe kann uns an die Wertschätzung von einfachem Trinkwasser zur Gesunderhaltung erinnern. Die einst zahlreichen Kurgäste des Ortes tranken das Wasser nicht direkt aus den jeweiligen Quellen, sondern aus dazu bereitgestellten Gläsern. Die Angleichung des Wassers an den eigenen Organismus ist wesentlich. Sog. „primitive Kulturen“ tranken Wasser daher oft direkt aus den Händen, was eine sehr einfache, aber effektive Form der Angleichung darstellt. Der Gang zur Quelle gehörte in Bad Lippspringe einst zum Tagesablauf der Kurgäste und geschah nicht „im Vorbeigehen“.

Bringen wir dem Wasser wieder die innere Wertschätzung entgegen, die ihm gebührt, werden wir ganz intuitiv dazu beitragen, dass unser Trinkwasser in unserem Inneren wieder seine ursprünglich heilenden Qualitäten entfalten kann.

 

„Verbinden wir uns mit der himmlischen Quelle, so bringen wir unsere eigene Quelle zum Fließen, und all unsere Zellen werden dann durch das göttliche Leben neu belebt. Dank dieser Quelle, welche die Liebe, das Leben, das lebendige Wasser ist, werden wir zu einem vollkommenen Werkzeug in den Händen des Herrrn.“ (Omraam Mikhael Aivanhov)

 

 

Arminius- Quelle im Quellpark Bad-Lippspringe

Die unterschiedlichen Quellen des Parks weisen sehr verschiedene Eigenschaften auf. Ihre Besucher haben die Möglichkeit, diese Wasserqualitäten jenseits der chemischen Zusammensetzung für sich zu erfahren.

 

 

 

 

Liboriusquelle im Quellpark Bad-Lippspringe

Namen und ( oft volkstümliche) Beinamen von Quellen mögen ihren Besuchern behilflich sein, an die spirituellen Qualitäten des jeweiligen Wassers anzuknüpfen. Entscheidend ist am Ende jedoch immer die persönliche Wahrnehmung.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Steinlabyrinth Velmerstot

Steinlabyrinth Velmerstot

Lichtung unterhalb des Gipfels

L: 8.955000000000041
B: 51.8402778

„Wer die Mitte sucht, wird sich auch von der Länge des Weges nicht beirren lassen. Belangloses und Beliebiges sind schnell erreichbar, Kostbares und Wichtiges nicht.“

 

Das Begehen eines Labyrinths ist für jeden mit einem persönlichen Erlebnis verbunden. Die Essenz des Erlebens ist trotzdem für alle Begehenden mehr oder weniger identisch. Ein Labyrinth ist kein Irrgarten, sondern ein Symbol für das Leben. Es birgt jahrtausendealte Erfahrungen der Menschheit in sich.

Das eigene Ziel kann nur durch ständige Perspektiv- und Richtungswechsel erreicht werden. Erscheint das Ziel zum Greifen nah, fordert eine plötzliche Kehrtwendung zur Umkehr auf und das ersehnte Ziel rückt in weite Ferne. Plötzlich und unerwartet gelangt man in seine Mitte. Der Weg zurück kann nur über den gleichen Weg erfolgen, den man gekommen ist.

Labyrinthe fördern das Gefühl der Einheit und Verbundenheit des Individuums mit seinem Schöpfer. Sie sind spirituelle Kraftplätze der besonderen Art.

Das Steinlabyrinth befindet sich auf einer idyllischen Lichtung unterhalb des Gipfels des lippischen Velmerstot. Seine fehlende touristische Erschließung erlaubt eine ungestörte Begehung.

 

„1000 Schritte gehen.

70- mal 7- mal vergeben.

40 Jahre wandern.

Irgendwann sind wir da“

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Kraftorte NRW

Es gibt es Orte, die eine besondere energetische Qualität aufweisen. Seit je her haben die Menschen diese Orte für sich zu nutzen gewusst, um die Qualität des Raumes in Bauwerken zu kanalisieren oder die Natur selbst zu ehren.
Sie sind eingeladen, die Qualitäten dieser Orte wieder selbst zu erfahren